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Die Errechnung des Unterrichtswertes ist prinzipiell einfach. Ein einstündiger Unterricht, der über das gesamte Schuljahr stattfindet zählt 1.000. Da die Wertrechnung bereits zu einem Zeitpunkt relevant ist, an dem die Unterrichte noch nicht verplant sind (z.B. bei der Lehrfächerverteilung), errechnet sich der Unterrichtswert völlig unabhänig vom Stundenplan. Das heißt, es spielt überhaupt keine Rolle, ob er der Unterricht verplant ist oder nicht, geschweige denn an welchem Wochentag dieser liegt.
Betrachten wir den einstündigen, unverplanten Unterricht von Lehrer Franz. Er wird über das gesamte Schuljahr unterrichtet, unterliegt keinerlei Faktoren und zählt damit 1.000 zum Deputat der Lehrkraft. Zu sehen ist dies im Unterrichtsfenster der Lehrkraft in der Spalte Wert=.

Der Unterrichtswert, so wie er in den meisten europäischen Ländern verwendet wird, ist damit ein über das Schuljahr gemittelter theoretischer Wert der Arbeitsbelastung einer Lehrkraft, der die Wirklichkeit ausreichend genau, aber in den seltensten Fällen (z.B. Lage der Feiertage) 100% exakt abbildet. Je nachdem an welchem Wochentag der Unterricht verplant wird, wird eine Lehrkraft, die für den Unterricht 1.000 Werteinheiten erhält evtl. ein paar Stunden länger im Klassenzimmer stehen, als eine andere Person, die auch 1.000 bekommen hat. Da die Unschärfen durch den Zufallsfaktor gering sind und sich über die Jahre ausgleichen, kann dennoch von einer exakten Berechnung gesprochen werden, in die man nach Möglichkeit nicht mehr manuell eingreifen sollte. In der Regel wird es damit eher komplizierter als einfacher, was im Folgenden an konkreten Beispielen zu sehen sein wird.
Es besteht freilich auch die Möglichkeit in Untis die Werte in Abhängigkeit des Stundenplanes zu rechnen. Allerdings steigt damit die Komplexität stark und die Genauigkeit nur sehr gering, womit in den allermeisten Fällen auf diese Variante verzichtet wird.