Anrechnung von Mehr- und Minderarbeit

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Sabine Antol
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Anrechnung von Mehr- und Minderarbeit

Beitrag von Sabine Antol » 9. September 2018, 21:16

Hallo,
meine Chefin erklärte mir neulich, dass im Grunde niemand durch Minderarbeit ins Minus rutschen kann, denn Minderarbeit kann es nur dann geben, wenn es im Kalenderjahr davor auch Mehrarbeit gegeben hat, also Freizeitausgleich nach geleisteter Mehrarbeit.
Wenn nun ein Kollege schön auf Null ist und durch den Ausflug einer Klasse eine Stunde freigesetzt ist, dann rechnet UNTIS den Zähler auf -1, was ja aber eigentlich nicht passieren darf.
Ich muss nun hinterher alle Abrechnungen durchgehen und daraufhin prüfen.
Nicht nett.

u.hoepfner
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Re: Anrechnung von Mehr- und Minderarbeit

Beitrag von u.hoepfner » 14. September 2018, 09:24

Wenn die Klasse mit einem Absenzgrund absent gesetzt wird, die keine Haken bei Entfall zählen bzw. Freisetzung nicht zählen hat, geht der Zähler nicht ins Minus.

Hier
Einstellungen-Vertretungsplanung-Vtr.Zähler
dann noch die entsprechenden Einstellungen machen, dann zählt UNTIS wie man es möchte.
U. Höpfner
Abteilungsleiter I
Oberstufenzentrum Märkisch-Oderland
Strausberg/Brandenburg/Deutschland

Sabine Antol
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Re: Anrechnung von Mehr- und Minderarbeit

Beitrag von Sabine Antol » 17. September 2018, 07:49

Hallo,
das setzt ja voraus, dass ich vorher gucke, welcher Kollege gerade auf Null steht.
Mir geht es aber um eine automatisierte Regelung. Einfach bei 0 nicht weiter runter zählen.

Czock
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Re: Anrechnung von Mehr- und Minderarbeit

Beitrag von Czock » 7. November 2018, 20:57

Bei uns in NRW geht zwar der Zähler ins Minus, als Summe für Mehrarbeit wird aber "0" ausgegeben. Der Kolleg ist also im Minus, was ja auch für weitere Vertretungseinsätze wichtig sein kann, muss aber kein Geld an die Bezirksregierung überweisen :-)

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cniehaus
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Re: Anrechnung von Mehr- und Minderarbeit

Beitrag von cniehaus » 9. November 2018, 08:25

Sabine Antol hat geschrieben:Hallo,
meine Chefin erklärte mir neulich, dass im Grunde niemand durch Minderarbeit ins Minus rutschen kann, denn Minderarbeit kann es nur dann geben, wenn es im Kalenderjahr davor auch Mehrarbeit gegeben hat, also Freizeitausgleich nach geleisteter Mehrarbeit.
Bitte was?!
Aus dienstlichen Gründen kann die jeweilige Unterrichtsverpflichtung einer Lehrkraft wöchentlich um bis zu vier Unterrichtsstunden überschritten oder bis zur Hälfte unterschritten werden. [...] Die [...] Mehr- oder Minderzeiten sind [...] in das folgende Schulhalbjahr zu übernehmen.
Das gilt für Niedersachsen. §4 Nds.ArbZVO-Schule Satz 1 und 3.

Kann es wirklich sein, dass die Bundesländer das so unterschiedlich geregelt haben?

Das ist in Niedersachsen allerdings auf "nur" 40 Stunden gedeckelt, das steht in §4 Satz 4.

Daher: Welches Bundesland ist das?
Gruß
Carsten Niehaus
KGS Rastede

sportfan_fcb
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Re: Anrechnung von Mehr- und Minderarbeit

Beitrag von sportfan_fcb » 9. November 2018, 14:10

Für die monatliche Abrechnung der Mehrarbeit ist in NRW schon wichtig, wie durch Absenzen(Klassenfahrt, Praktikum, Prüfungsphase etc.) von Klassen diese Freisetzungen mit geleisteten Vertretungen (Mehrarbeit) verrechnet werden, denn es wird erst ab der 4. tatsächlich mehr geleisteten Stunde die Mehrarbeit bezahlt. Wichtig, der relevante Zeitraum ist auf einen Monat beschränkt.
Bei dauernder Mehrarbeit (bis zu 6 Wochenstunden lt. §13 Abs. 2 ADO), die durch Langzeiterkrankungen hervorgerufen wird, gibt es die Option diese im laufenden ausnahmsweise in kommenden Schuljahr zeitlich auszugleichen. Letzteres ist die gesetzliche Regelung, die sich allerdings als nicht Alltagstauglich zeigt und bei uns am BK auch keine Anwendung findet.

Wenn die Schule aber mit Arbeitszeitkonten operiert, dann sieht die Sache allerdings anders aus. Dann können Minus- bzw. Mehrstunden mit ins neue Schuljahr übertragen werden.

Sabine Antol
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Re: Anrechnung von Mehr- und Minderarbeit

Beitrag von Sabine Antol » 11. März 2019, 08:16

hier ist Berlin.
Hier gilt, Freizeitausgleich kann nur bei vorher geleisteter Mehrarbeit gewährt werden. Eine Mehrarbeitsstunde muss innerhalb eines Kalenderjahres durch Freizeit ausgeglichen werden, klappt das nicht, muss der AN einen Antrag auf Bezahlung stellen.
Wenn ein AN in seiner Bilanz auf 0 steht und dann freigesetzt wird, weil eine Klasse nicht da ist und ich ihn aber nicht zur Vertretung einsetze, weil kein Bedarf besteht, dann ist das für den AN eine geschenkte Stunde. Hat der AN aber Mehrarbeit auf dem Konto, dann reduziert sich die Mehrarbeit durch die Freisetzung. Ich muss also vorausschauend für Mehrarbeit sorgen, damit ich möglichst wenig verschenke.
LG
Sabine

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