Wie Untis die Arbeitszeiterfassung neu denkt
Untis x Bremen: Pilotprojekt Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte
Gemeinsam mit dem Land Bremen entwickelt Untis im Rahmen eines Pilotprojekts eine digitale und innovative Lösung zur Arbeitszeiterfassung von Lehrkräften.

Das Pilotprojekt
Ziel des Pilotprojekts ist es, die tatsächliche Arbeitszeit von Lehrkräften transparent, barrierefrei und praxistauglich abzubilden und damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung moderner digitaler Schulorganisation zu gehen. Dafür entsteht gemeinsam mit Akteur*innen aus der Bildungslandschaft eine App zur digitalen Arbeitszeiterfassung.
Entwicklung einer innovativen Lösung
Die App ermöglicht Lehrkräften eine einfache und alltagsnahe Erfassung ihrer Arbeitszeit. Dabei werden alle Tätigkeiten berücksichtigt und bislang oft „unsichtbare“ Leistungen erstmals vollständig abgebildet. Entwickelt wird die innovative Lösung gemeinsam mit Landesebene, Entwicklungsexpert*innen, der Schwerbehindertenvertretung sowie Vertreter*innen aus Gewerkschaften und Verbänden. Die App wird auf den Dienstgeräten der Lehrkräfte bereitgestellt und bietet:
- eine nachvollziehbare Dokumentation der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit
- die Auswahl definierter Tätigkeitskategorien wie Unterricht, unterrichtsnahe Tätigkeiten, pädagogische Kommunikation oder Arbeits- und Schulorganisation
- eine flexible und intuitive Eingabe der jeweiligen Zeiten
- eine klare und benutzerfreundliche Oberfläche
Ein zentrales Element der Lösung ist, dass die Arbeitszeit nicht minutengenau erfasst werden muss. Stattdessen dokumentieren Lehrkräfte die aufgewendete Zeit pro Aufgabe am Ende des Arbeitstags. So bleiben Tätigkeiten wie Unterrichtsvorbereitung oder Elterngespräche flexibel einteilbar – können aber dennoch präzise erfasst werden.
Für Schulleitungen ist zusätzlich ein Dashboard geplant, das Auswertungen zur Unterrichtsversorgung und zu Tätigkeitsverteilungen ermöglicht.
Pilotprojekt im Überblick
Ein Blick auf den bisherigen Projektverlauf und die nächsten Schritte zeigt, wie das Pilotprojekt entstanden ist, seine Hintergründe und wie es weitergeht:
Was bisher passiert ist
Warum digitale Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte?

Der Arbeitsalltag von Lehrkräften geht weit über den Unterricht hinaus. Das seit rund 150 Jahren bestehende Deputationsmodell in Bremen bildet jedoch bislang nur Unterrichtsstunden ab und berücksichtigt nicht die Vielzahl außerunterrichtlicher Tätigkeiten. Mit dem Pilotprojekt stößt Bremen eine Weiterentwicklung an. Die digitale Arbeitszeiterfassung schafft erstmals Transparenz über die tatsächliche Arbeitsbelastung und sorgt für Rechtssicherheit – auch vor dem Hintergrund der gesetzlichen Pflicht zur Arbeitszeiterfassung in Deutschland: Arbeitgeber*innen sind nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG verpflichtet, ein System zur Erfassung der geleisteten Arbeitszeit einzuführen.
Mehr erfahrenDiscovery Week in Bremen

Im Rahmen der Discovery Week im April 2025 kamen Vertreter*innen der Landesebene Bremen und Expert*innen von Untis zusammen, um die Grundlagen für das Pilotprojekt zu erarbeiten. Ziel dieser Phase war es, die Anforderungen aus dem Schulalltag zu verstehen, Nutzungsszenarien zu definieren und eine gemeinsame Vision für die digitale Arbeitszeiterfassung zu entwickeln.
Untis als Technologiepartner

Untis ist Technologiepartner und setzt das Pilotprojekt gemeinsam mit dem Land Bremen um. Unser Anspruch ist es, Digitalisierung im Schulbereich nicht isoliert zu denken, sondern gemeinsam mit allen relevanten Beteiligten zu gestalten. Von Beginn an sind verschiedenste Akteur*innen aus der Bildungslandschaft in den Entwicklungsprozess eingebunden. So entsteht eine Lösung, die rechtlich fundiert, technisch ausgereift und barrierefrei im Schulalltag nutzbar ist.
Warum Untis?Technische Konzeption & Designphase
Auf Basis der Discovery Week wurden zentrale Anforderungen an die digitale Arbeitszeiterfassung identifiziert. Seit den darauffolgenden Wochen und Monaten arbeiten Fach- und Entwicklungsteams gemeinsam an der Ausarbeitung der funktionalen Anforderungen sowie an der Software-Architektur. Parallel werden Technik und UX-Design so gestaltet, dass die Lösung stabil, sicher und einfach im Schulalltag eingesetzt werden kann.
So geht es weiter
Pilotbetrieb an Schulen
Der Pilotbetrieb ist von August 2026 bis Juli 2027 an sechs Bremer Schulen geplant. Nach dem ersten Halbjahr erfolgt eine Zwischenevaluation der bisherigen Ergebnisse.
Auswertung & Weiterentwicklung
Ab 2027 wird das Projekt gemeinsam mit dem IQHB und der Deutschen Telekom Stiftung ausgewertet und weiterentwickelt.
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Für Ländervertreter & Schulträger
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